AMS Kurse nicht als Spekulationsobjekte missbrauchen

an die Vollversammlung
der Arbeiterkammer Burgenland am 07.November 2014

Die Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte Burgenland beschließt, sich dafür einzusetzen, dass Arbeitssuchende nicht für die wirtschaftlichen Interessen privater Schulungsfirmen und Vereine missbraucht werden und immer mehr – auch ausländische – Finanzinvestoren bei AMS Kursen „abcashen“. Die Aus- und Weiterbildung von Arbeitslosen Menschen in Österreich darf nicht zum “Spielball von Spekulanten” werden!

Begründung:
Rund 300.000 Personen nahmen 2013 an mindestens einer AMS-Schulung teil, aktuell besuchen 63.000 Arbeitslose einen AMS-Kurs. Es ist bedenklich, dass die Aus- und Weiterbildung von Arbeitslosen immer mehr zum “Spielball von Spekulanten” wird und die Schulung von Arbeitslosen offenbar ein sehr einträgliches Geschäft ist. Immer mehr ausländische Finanzinvestoren erwerben laut Medienberichten hohe Eigentümeranteile an österreichischen AMS nahen Trägerinstituten, da viele Bildungsinstitute mit AMS Schulungen hohe Gewinne erzielen. Die Umschulung und Fortbildung von Arbeitsuchenden in Österreich ist ein Markt mit einem großen Wachstumspotenzial. So werden die Geschäfte auf dem Rücken der Arbeitssuchenden auch immer lukrativer. Allein heuer stellt das Sozialministerium über das Arbeitsmarktservice (AMS) 600 Millionen Euro für die Aus- und Weiterbildung von Job-Suchenden zur Verfügung, weitere 400 Millionen Euro werden für die Wiedereingliederung älterer Personen in den Arbeitsprozess aufgewendet

Weitere Informationen siehe auch Kurier Artikel vom 25.9.2015
http://kurier.at/wirtschaft/wirtschaftspolitik/ams-schulungen-als-lukratives- geschaeft/87.544.908
Wir ersuchen die Kammerräte der AK Burgenland unseren Antrag „ AMS Kurse nicht als Spekulationsobjekte missbrauchen“ zuzustimmen