Bekämpfung von Spielsucht an Wiener Schulen

ANTRAG 3

Bekämpfung von Spielsucht an Wiener Schulen

an die 165. Tagung der Vollversammlung der Kammer

für Arbeiter und Angestellte für Wien

Die 165. Tagung der Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien beschließt, sich dafür einzusetzen, dass die Landesregierung gemeinsam mit dem Landesschulinspektor und der Bundesregierung eine Aufklärungskampagne zum Thema Spielsucht an allen allgemein bildenden Schulen, berufsbildenden mittleren und höheren Schulen und Berufsschulen in Wien anbietet.

Begründung:

Gemäß einem Bericht für „Suchtfragen” sind Internetsucht und Onlineglücksspiel gerade bei Schülern/Schülerinnen und Lehrlingen (Berufsschülern) stark verbreitet. Immer wieder erscheinen Studien zu diesem Thema. Dabei zeigt sich, dass 1/3 der Schüler/Schülerinnen bereits einschlägige Erfahrungen mit kostenpflichtigen Onlineglücksspielen gesammelt haben. Mehr als ein 1/5 der Schüler/Schülerinnen müssen gar als Vielspieler charakterisiert werden.

Die Fachstelle Glücksspielsucht sieht nicht nur angesichts dieser Zahlen, sondern auch aufgrund zahlreicher Fallbeobachtungen von Jugendlichen die Durchführung von entsprechenden Aufklärungsmaßnahmen als vordringliche Aufgabe an: “Die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen ergibt sich aus der Tatsache, dass knapp 20 % der Schüler Online-Glücksspiele spielen, um Langeweile entgegenzuwirken, und über 20 % der Ansicht sind, dass Strategie, Geduld und das eigene Können die Gewinn- bzw. Verlustwahrscheinlichkeit mitbeeinflussen.” (Quelle: Projektbericht Fachstelle für Glücksspielsucht. Mai 2013)

An der Notwendigkeit entsprechende Präventionsmaßnahmen zu setzen, um Jugendliche vor den Gefahren des Glücksspiels zu schützen, kann angesichts dieser sowie anderer Studien zum Spielsuchtverhalten von Schülern/Schülerinnen und Lehrlingen kein Zweifel bestehen.