FA/ÖGB-Scherz: 5 Stunden Fahrtzeit zur Arbeit für ÖVP-Lopatka zumutbar

ÖAAB soll wildgewordenen Parteikollegen zur Räson bringen!

Das der verhaltenskreative ÖVP Klubobmann Lopatka die roten Genossen in der Regierungskoalition mit allerlei Unsinnigkeiten nervt, gehört wohl zum koalitionären Spiel dieser Regierung. Diesmal schießt Lopatka aber eindeutig über das Ziel hinaus. Das gerade die vor allem aus Bauern, Beamten und Unternehmern bestehende ÖVP nichts für Arbeitnehmerinteressen übrig hat ist evident. Stellt man sich aber mal das Extrem der unlängst von der ÖVP geäußerten „Wunschliste“ vor, bekäme man schnell einen 12 Stunden Arbeitstag sowie eine tägliche Reisezeit von 5 Stunden. „17 Stunde für die Arbeit aufzuwenden ist das Gegenteil einer gerechten und sozial verträglichen Lebensgestaltung“, echauffiert sich der Vorsitzende der Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) im ÖGB, Gerhard Scherz.

Der hypothetische Arbeitstag begänne um 05:00h. Aufstehen, waschen und um 06:00 in die Arbeit fahren. Um 08:30 ankommen und bis 20:30 arbeiten. Um 23:00h zu Hause ankommen. Wie viel Zeit dann noch für die Familie und das soziale Umfeld bleibt? Übrigens, Abendessen um 23:00 ist gesundheitlich sicher nicht zielführend und fördert höchstens Fettleibigkeit. Frühestens um Mitternacht geht man zu Bett um nach 5 Stunden wieder von Wecker geweckt zu werden. 5 Stunden sind aber weit weg vom Mindestmaß eines gesunden Schlafausmaßes.

„Dass das Lopatka entweder nicht bedenkt oder es im egal ist, zeigt einmal mehr das krude Menschenbild innerhalb der österreichischen Eliten“, so Scherz.

Doch auch die VP-nahe Alibifraktion ÖAAB ist bei solchen verbalen Rülpsern auffallend ruhig. „Ich fordere die ÖAAB Fraktion auf, ihren wildgewordenen Klubobmann zur Räson zu bekommen. Für generelle 12 Stunden Tage, stundenlange Fahrzeiten und generell einseitige Belastungen gegenüber Arbeitnehmern ist die FA sicher nicht zu haben“, schließt Scherz.