FA-Obmann BR Ing. Bernhard Rösch: 12-Stunden-Arbeitstag – Nein, Danke!

Die derzeit geführte Diskussion von ÖVP und WKO über eine sogenannte Flexibilisierung der Arbeitszeiten ist nicht neu. Ein 12 Stunden-Arbeitstag bei gleichbleibender 40 Stundenwoche ist jedoch für Arbeitgeber ein weiterer Schritt geltendes Arbeitsrecht elegant zu umgehen, befindet die Freiheitliche Arbeitnehmervertretung. “Der Unternehmer spart sich Überstundenzuschläge, Sonderzahlungen, Umsetzungen von Bestimmungen zum Arbeitsplatzschutz und weiteres Personal, erklärt Bundesrat Obmann der FA Ing. Bernhard Rösch. Solch eine Flexibilisierung raubt zum Beispiel den Arbeitnehmern Überstundenzuschläge in der Größenordnung von etwa 20.000 Arbeitsplätzen pro Jahr meint Rösch. Ganz zu schweigen davon, daß man damit Erholungsphasen für Arbeitnehmer aushebelt und dies unweigerlich zu einer Steigerung psychischer und physischer Belastung führe. Burn-Out und negativer Stress seien hiermit vorprogrammiert und es werden auch massive Umstellungen im Privatleben der Mitarbeiter notwendig, befürchtet der Obmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer. Die Verteilung der Arbeit, Arbeitszeit und der gerechten Löhne wird dadurch weiter unter Druck kommen, denn schon jetzt verschwimmen Arbeits- und Privatzeit immer stärker durch permanente Erreichbarkeit, Digitalisierung und neue Technologien und dies führt auch unweigerlich zu einer immer stärkeren Arbeitsverdichtung. Entwicklung und Fortschritt sollen aber allen in der Arbeitswelt dienen, nicht nur den Arbeitgebern! Daher muß die Aufteilung der Tagesarbeitszeit durch ausreichende Erholungspausen, Weiterbildungsmöglichkeiten und Gesundheitsvorsorge geprägt sein und dies kommt dann wieder den Unternehmern zu Gute, da erholte und gesunde Mitarbeiter auch effektivere Arbeit leisten. Daher ist solch eine Aufweichung der Arbeitszeiten ein völlig falsches Signal an die Herausforderungen der Zukunft für die „neue Arbeitswelt“ und “Industrie 4.0“, meint Ing. Rösch abschließend.