Radoffensive

ANTRAG 6

 

Radoffensive

an die 167. Tagung der Vollversammlung der Kammer

für Arbeiter und Angestellte für Wien

Die 167. Tagung der Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien beschließt, sich dafür einzusetzen, dass noch 2016 begonnen wird, gemeinsam mit dem Ministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, sowie den entsprechenden Landesräten für Verkehr eine verbindliche Radfahrrichtlinie zu erarbeiten, deren Inhalte folgende Punkte inkludieren sollen:

  • Radfahrer müssen wie alle anderen einspurigen Verkehrsteilnehmer einen Helm tragen.
  • Radfahrer müssen einen Rad-Führerschein ablegen, sofern sie keinen gültigen Führerschein besitzen.
  • Radfahrer sollten zur Identifizierung, wie alle anderen einspurigen Fahrzeuge ein Kennzeichen erhalten, sowie eine Versicherung analog zur KFZ Versicherung abschließen.
  • Verstärkte Kontrolle durch Fahrradpolizisten, ob Radfahrer die gültigen Regeln der StVO einhalten.
  • Verstärkte Kontrolle, ob die Radfahrer die dafür vorgesehenen Radwege/Radspuren/Mehrzwecksteifen (sofern vorhanden) auch benutzen.
  • Kontrolle der Einhaltung des Rechtsfahrgebots im regulären Straßenverkehr

Begründung:

Radfahren nimmt auch in Wien stetig zu. Mehr Radfahrer bedeuten aber auch deutlich mehr Verkehr, nicht nur auf den zentralen Radfahranlagen der Stadt.

Leider steigt damit auch die Rücksichtslosigkeit der einspurigen Verkehrsteilnehmer immer mehr an, zumal auch viele Radfahrer trotz vorhandenen Radwegen/Radspuren/Mehrzweckstreifen den Gehweg oder die Fußgängerzone (oder die Straße) benutzen.

Die Einführung einer Kennzeichenpflicht würde dazu beitragen, dass Radfahrer bei Vergehen oder Unfällen zur Rechenschaft gezogen werden können und es zusätzlich auch zu einer Sensibilisierung bei diesen kommt. Eine Helmpflicht verringert für Fahrradfahrer das Risiko schwerer Kopfverletzungen bei Unfällen.

Ein Radführerschein für nicht Führerscheinbesitzer sichert, dass auch Radfahrer verpflichtend die Verkehrsregeln und Verkehrszeichen kennen lernen. Die Beiträge der Versicherung von Radfahrern könnten zum Teil für den Bau von neuen Radwegen genutzt werden.