Obmann BR Ing. Bernhard Rösch: Die Prognose der Arbeitslosenzahlen für das Jahr 2017 in Österreich bestätigt das Versagen der Arbeitsmarktpolitik! Es muß jetzt endlich gehandelt werden!

Die veröffentlichten Arbeitslosenzahlen, die laut AMS leicht gesunken sind in den letzten beiden Monaten, werden von der Koalition bereits als „Stabilisierung der Entwicklung am Arbeitsmarkt“ gelobt, ist der Obmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer Bundesrat Ing. Bernhard Rösch verwundert.

Die Zahlen zeigen jedoch, dass immerhin 471.169 Menschen arbeitslos sind und da sind wie immer die in Kursen und Schulungen befindlichen Personen nicht mitgezählt. Auch leben in Österreich immer noch ca. 300.000 Vollzeitbeschäftigte an der Armutsgrenze, warnt Rösch. Der Einkommensbericht des Rechnungshofes zeigt, dass die Kaufkraft seit 1998 netto um 4% gesunken ist und die Einkommensschere immer weiter auseinander geht, der Mittelstand sich stetig verringert aber nur die Teilzeitarbeitsangebote steigen.

“Laut der EU-Herbstprognose wird die Arbeitslosenquote in Österreich im Jahr 2017 auf 6,1% ansteigen und wir sind damit neben Malta, Großbritannien und Estland das vierte Land in der Eurozone in dem es zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen kommen wird”, und Rösch führt weiter aus, ” Dies ist ein klares Versagen der derzeitigen Arbeitsmarktpolitik!” Mit Vorstößen wie einem 12 Stunden-Arbeitstag auch bei einer 36 Stundenwoche und einer „Flexibilisierung der Arbeitszeiten“, wie sie der Minister Stöger vorschlägt, werden Arbeitnehmer weiter ausgequetscht und die Unternehmer profitieren davon.

Wie sieht es jedoch aus, wenn man den Mindestlohn endlich anhebt und zwar auf netto 1500€, eine langjährige freiheitliche und jetzt auch annähernd eine FSG Forderung. “Arbeitnehmer brauchen ein Einkommen mit dem sie endlich auskommen, es ist untragbar Vollzeit zu arbeiten und trotzdem an der Armutsgrenze zu leben, oder mehrere Jobs annehmen zu müssen, um sich das Leben oder gar eine Familie halbwegs leisten zu können”ist der Obmann empört und ist sich sicher, dass diese Maßnahme auch sofort die Wirtschaft belebt, denn deren Waren und Dienstleistungen können damit leichter gekauft werden.