FA-Korschelt: „Weniger ‚Binnen-I‘ dafür mehr Gehalt und Aufstiegschancen für unsere Kolleginnen!“

Utl.: Freiheitliche Arbeitnehmer fordern bessere Rahmenbedingungen für weibliche Arbeitnehmer.

Die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) sprechen sich auch dieses Jahr anlässlich des morgigen Weltfrauentags für die Umsetzung der jahrzehntelangen Forderung „Gleicher Lohn für gleiche Leistung“ aus. „Die Problemstellungen, mit denen Frauen in Österreich konfrontiert sind, erfordern eine Politik, die sich an den realen Lebensumständen orientiert. Vor allem die rot-schwarzen Verantwortungsträger auf Bundesebene sollten sich für die Bekämpfung der massiven Einkommensschere zwischen Männern und Frauen einsetzen. Hochsubventionierte pseudowissenschaftliche Studien über die gendergerechte Schreibweise und das sogenannte ‚Binnen-I‘ bringen Frauen nämlich kein Stückchen weiter“, erklärt FA-Fraktionsobmann und Arbeiterkammerrat Harald Korschelt

Besonders bedauerlich ist die Tatsache, dass die Aufstiegsmöglichkeiten in Ländern wie Lettland für Frauen viel besser sind als in Österreich. Immehin beträgt der durchschnittliche Anteil an weiblichen Führungskräften in Österreich lediglich 23 Prozent. Damit ist die Alpenrepublik an viertletzter Stelle von 28 EU-Staaten. Symbolisch für die schlechteren Aufstiegschancen von weiblichen Mitarbeitern kann die Besetzung von Spitzenpositionen am steirischen Bankensektor gesehen werden. So ist unter den neun Vorstandsdirektoren der drei größten Banken in der Steiermark keine einzige Frau zu finden. Ebenfalls findet sich beispielsweise im Aufsichtsrat der Raiffeisen-Landesbank unter den Kapitalvertretern nur eine Frau als Aufsichtsrat, während die Betriebsräte mit gutem Beispiel vorangegangen sind und zwei Frauen in dieses wichtige Gremium entsendet haben. „Es müssen unbedingt fördernde Maßnahmen gesetzt werden, um Frauen den beruflichen Aufstieg in großen Unternehmen zu erleichtern. Zudem braucht es bessere kollektivvertragliche Rahmenbedingungen für Frauen, vor allem in Bezug auf Einstufungen und Bewertungsregelungen sowie dienstzeit- bzw. betriebszugehörigkeitsabhängige Ansprüche“, so Korschelt abschließend.

Für Rückfragen steht Mag. Harald Korschelt gerne zur Verfügung: 0664/5415378.