FPÖ-Korschelt: „GKK-Vorstand gegen zusätzliche Facharztstellen für Psychiatrie!“

Utl.: Rotschwarze Vertreter im Vorstand der steirischen Gebietskrankenkasse lehnen freiheitlichen Antrag ab.

Im Zuge der gestrigen Vorstandssitzung der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse beantragte Arbeiterkammerrat und GKK-Vorstandsmitglied Harald Korschelt sieben zusätzliche Facharztstellen für Psychiatrie auszuschrieben und schnellstmöglich zu besetzen. Konkret forderte er zudem, vier dieser Posten mit dem Zusatz „Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie“ zu versehen. Die Initiative wurde mehrheitlich abgelehnt. Der Kompromissvorschlag, diese wichtige Maßnahme zumindest einer genauen inhaltlichen Bedarfs- und Kostenprüfung zu unterziehen, fand ebenfalls keine Beachtung. „Es ist absolut nicht nachvollziehbar, dass die rot-schwarzen Vertreter diesem Thema noch immer nicht die notwendige Bedeutung beimessen. Die Gebietskrankenkasse ist in erster Linie den Patienten verpflichtet und sollte eigentlich auf veränderte Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt entsprechend reagieren. Das gestern stattgefundene Abstimmungsverhalten ist der beste Beweis dafür, dass vor allem den Spitzenfunktionären im GKK-Vorstand die Bedürfnisse der steirischen Versicherten offenbar nicht wirklich am Herzen liegen“, findet Korschelt klare Worte.

Die Gründe, warum immer mehr Personen psychische Probleme haben, sind vielfältiger Natur. Die Menschen können mit der modernen Arbeitswelt nur sehr schwer mithalten. Ökonomisierung, Beschleunigung der Ablaufstrukturen, Personalabbau, ständige Erreichbarkeit durch Handy und Laptop sowie All-in-Verträge, die Menschen dazu treiben, immer mehr zu arbeiten, sorgen für eine zunehmende Belastung.

Im Durchschnitt erkrankt mittlerweile jeder Vierte einmal im Leben an einer psychischen Störung. Neben dem Leid für die Betroffenen verursacht diese Entwicklung auch einen nicht unerheblichen volkswirtschaftlichen Schaden. „Die zurzeit in der Steiermark vorhandenen Kassenstellen reichen bei Weitem nicht aus. Besonders krass ist die Situation im Bereich der Fachärzte für Kinderpsychiatrie. Wir werden nicht locker lassen und weitere Initiative starten, um diesem Missstand aktiv entgegenzuwirken“, so Korschelt abschließend.