Langzeitarbeitslosigkeit:  Mit 50 auf dem Abstellgleis

FPÖ-KR Milina Kloiber: Wer älter als 50 ist und seinen Job verliert, hat kaum noch Chancen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Der Weg über Langzeitarbeitslosigkeit in die Altersarmut ist damit vorgezeichnet.

Bregenz, 13.04.2017  – Die von SPÖ-Sozialminister Stöger vollmundig angekündigte „Aktion 20.000“ ist nichts anderes als eine Beruhigungspille für ältere Arbeitnehmer und der Start eines neuerlichen Versuchs, die eigene Unfähigkeit zu kaschieren. Statt den Ursachen der stetig steigenden Arbeitslosigkeit endlich auf den Grund  zu gehen und nachhaltige Lösungen zu präsentieren, beschränkt sich die Bundesregierung auf kosmetische Maßnahmen, um die Arbeitslosenstatistik  zu beschönigen.

Es gibt keine Altersarbeitsplätze

Am eigentlichen Problem wird diese Maßnahme überhaupt nichts ändern, sie wird es nur verschleppen und verschleiern“, so die Landesobfrau der Freiheitlichen Arbeitnehmer Milina Kloiber.  Wir haben zwar im EU-Vergleich eine insgesamt weit überdurchschnittliche Beschäftigungsquote, bei der Beschäftigung von 55- bis 64-Jährigen liegen wir aber deutlich unter dem EU Schnitt. Da spielen wir in einer Liga mit Spanien, Ungarn und Polen. „Der österreichische Arbeitsmarkt ist, im Gegensatz zu den erfolgreichen nordeuropäischen Ländern, auf das vermehrte Auftreten älterer Arbeitssuchender  nach wie vor nicht  ordentlichvorbereitet. Es gibt die Altersarbeitsplätze einfach nicht.“ ergänzt FPÖ-KR Milina Kloiber

Problem lässt sich mit der Anstellung von  älteren Arbeitslosen bei der öffentlichen Hand nicht lösen

Die Freiheitliche Kammerrätin sieht die Bundesregierung  anderweitig  gefordert. „Anstatt sich in irgendwelchen Scheinaktivitäten zu vergaloppieren, die in Wahrheit keinem Arbeitnehmer etwas bringen, muss endlich über die Gestaltung von altersgerechten Arbeitsplätzen nachgedacht werden. Da kann man ruhig funktionierende Ideen aus Skandinavien und  auch aus  Deutschland abkupfern.  Außerdem sollte man sich mehr Gedanken über Qualifizierungsmaßnahmen  ( z.B. lebenslanges Lernen) machen. Auch über sinnvolle  Initiativen  in Sachen Krank-heitsprävention gehören Lösungsvorschläge auf den Tisch und endlich umgesetzt. Im Gegensatz zu anderen Ländern funktionieren alle diese Maßnahmen in Österreich noch nicht.

Finanzierung noch völlig Unklar

„Die Anstellung von Arbeitslosen bei der öffentlichen Hand, wie das die Aktion 20.000 vorsieht, ist kaut Finanzminister Schelling  nicht finanzierbar und löst das Problem  der Altersarbeitslosigkeit auch nicht, sondern verschiebt es nur.“ so FPÖ KR Kloiber abschließend.

Rückfragehinweis:
FPÖ-KR Milina Kloiber /  Tel.Nr.: 0676 9006765