FPÖ-KR Koschat:  Entwurf zur Mitarbeiterbeteiligung von Finanzminister Schelling geht nicht weit genug!

UT: Ein Sechstel des Jahresbruttobezuges – wenigstens aber 7000 Euro – muss frei von Steuern und Sozialbeträgen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Form von Aktien ausbezahlt werden können.

Bregenz, am 13. Juni 2017 – Wie bekannt wurde, hat die SPÖ/ÖVP-Regierung einen Gesetzesentwurf eingebracht, der Mitarbeitern ermöglichen soll, in Zukunft leichter Miteigentümer in Aktiengesellschaften zu werden. „Die Möglichkeit einer Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihrem Unternehmen ist längst überfällig. Die freiheitlichen Arbeitnehmer haben bereits  in der letzten Vollversammlung der AK-Vorarlberg einen Antrag eingebracht, die  steuerlich begünstigten Gewinnausschüttungen der Unternehmer an die Arbeitnehmer gesetzlich zu ermöglichen und umzusetzen“, so der Freiheitliche Kammerrat Michael Koschat.

Jedoch gehe der Entwurf von Finanzminister Schelling nicht weit genug. Koschat fordert, dass zukünftig ein Sechstel des Jahresbruttobezuges – wenigstens aber 7000 Euro – frei von Steuern und Sozialbeiträgen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Form von Aktien ausbezahlt werden könne. „Es ist ein Gebot der Stunde, durch den Gesetzgeber interessante Möglichkeiten für Unternehmer zu schaffen, um einen Teil der Gewinne an die am Zustandekommen derselben maßgeblich beteiligten Arbeitnehmer zu verteilen. Dies würde die Wirtschaft mit Sicherheit stimulieren und somit würden alle Beteiligten am Wirtschaftskreislauf auch nachhaltig profitieren“, betont der Freiheitliche Arbeitnehmervertreter.

Emotionale Bindung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern herstellen

„Am eigenen Unternehmen beteiligte Mitarbeiter bauen eine stärkere emotionale Bindung zu ihrem Unternehmen auf und sind in ihren Beteiligungsüberlegungen langfristig orientiert. Damit helfen Arbeitnehmer längerfristige Unternehmensstrategien umzusetzen und als Kernaktionäre oder Gesellschafter zu einer Stabilisierung der Eigentümerstruktur beizutragen. Es profitieren alle Beteiligten, das unternehmerische Denken bei den Mitarbeitern wird gestärkt und eine höhere Arbeitsplatzsicherheit geschaffen“, beschreibt Koschat die zahlreichen Vorteile einer echten Mitarbeiterbeteiligung. Leider fehle es der rot-schwarzen Bundesregierung wieder einmal am notwendigen Mut, eine weitgehende Reform anzugehen. Zudem zeige es den mangelnden Stellenwert, den Arbeitnehmer für SPÖ und ÖVP hätten. (Schluss)