Maßnahmenpaket AMS

ANTRAG 8

Maßnahmenpaket AMS

an die 170. Tagung der Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien

Die 170. Tagung der Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien beschließt, sich dafür einzusetzen, dass für das AMS ein Maßnahmenpaket geschürt wird:

  • Interne Unterstützung von Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern
  • Rotation von Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern (Backoffice)
  • Führungsebene (bis zur Obersten (BGS/ LGS/ RGS) muss sich regelmäßig in den Beratungsbereich setzen (Hospitation)
  • Aufstockung des Security-Personals in jedem Stock
  • Angebot von Selbstverteidigungskursen für Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter während der Arbeitszeit
  • Angebot von Deeskalationstrainings für Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter während der Arbeitszeit
  • Angebot für Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter von psychologischer und Zeit für psychologische Betreuung während der Arbeitszeit
  • Abmeldemöglichkeit von Bezug ohne Grund bei nachweislich mangelnder Integrationsbereitschaft
  • Streichung von Arbeitslosenzuschüssen bei Nichtannahmen von angebotenen Jobs ohne Vorlage beim Regionalbeirat
  • Arbeitslosenzuschüsse nur bei Nachweis von fortgeschrittenen Deutschkenntnissen (A2) für Personen mit nicht-deutscher Muttersprache.

Begründung:

In den letzten Tagen wurden immer wieder Berichte laut, nach denen es zu massiven Problemen im AMS Betrieb kommt. Es gibt gravierende Probleme bei der Betreuung von Arbeitslosen mit nicht-deutscher Muttersprache. Von Arbeitsunwilligkeit, Drohungen, Beschimpfungen und von Gewaltbereitschaft ist die Rede.

Das AMS bemüht sich das als Einzelfälle und mangelnde Schulung der Mitarbeiter abzutun, aber die Stimmen, die das bestätigen werden immer lauter. Auch der interne Revisionsbericht des AMS spricht eine klare Sprache: Mitarbeiter sind teilweise in der Betreuung von Ausländern überfordert.

Man hört sogar, dass viele Mitarbeiter lieber Österreicher benachteiligen, damit ihnen keine Diskriminierung bei Migranten vorgeworfen wird. Es wird in den Raum gestellt, dass Arbeitslosenunterstützung einfach gewährt wird, um keine Probleme zu bekommen.

Gründe sind mannigfaltig, sie reichen von mangelnden Deutschkenntnissen, über religiöse und kulturelle Gründe, hin zu mangelnder Integrationsbereitschaft und dem Unwillen gewisse Berufe anzunehmen oder annehmen zu dürfen.